Sonntag, Januar 11, 2009

Tageslosung


Deine Toten werden leben.
-Jesaja 26,19-

Wie eine Antwort auf das Lied
'Sonne der Gerechtigkeit'
empfinde ich die heutige Tageslosung.

Kurz, knapp und sprechend.


Samstag, Januar 10, 2009

Sonne der Gerechtigkeit


1. Sonne der Gerechtigkeit,
gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in deiner Kirche an,
dass die Welt es sehen kann.
Erbarm Dich, Herr!

2. Weck die tote Christenheit
aus dem Schlaf der Sicherheit,
das sie deine Stimme hört,
sich zu deinem Worte kehrt.
Erbarm Dich, Herr!

3. Schaue die Zertrennung an,
der sonst niemand wehren kann;
sammle großer Menschenhirt,
alles was sich hat verirrt.
Erbarm Dich, Herr!

4. Tu der Völker Türen auf;
deines Himmelreiches Lauf
hemme keine List noch Macht.
Schaffe Licht in dunkler Nacht!
Erbarm Dich, Herr!

5. Gib den Boten Kraft und Mut,
Glauben, Hoffnung, Liebesglut,
und lass reiche Frucht aufgehn,
wo sie unter Tränen sä'n.
Erbarm Dich, Herr!

6. Lass uns deine Herrlichkeit
sehen auch in dieser Zeit
und mit unsrer kleinen Kraft
suchen, was den Frieden schafft.
Erbarm Dich, Herr!

7. Lass uns eins sein, Jesu Christ,
wie du mit dem Vater bist,
in dir bleiben allezeit,
heute wie in Ewigkeit.
Erbarm Dich, Herr!

8. Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit
sei dem Höchsten allezeit,
der, wie Er ist drei in ein,
uns in ihm lässt eines sein.
Erbarm Dich, Herr!


C.G.Barth (1799-1862)

Ich poste dieses Lied, dessen Text Christian Gottlob Barth
im 19. Jahrhundert schrieb, wegen seiner Aktualität und als eine Ergänzung zu dem was ich bei Curious Traveller als Kommentar hinterlassen habe.

Mittwoch, Januar 07, 2009

Wovon das Herz voll ist, davon geht der Mund über

Das finde ich doch mal wieder richtig schön.
Andy hat einen Link auf seinem Blog 'Wortkreationen'.
Dem bin ich eben mal nachgegangen, ganz neugierig was ich dort vorfinde.
Und ich bin echt überrascht.. eine super Idee.

Funktionieren tut's ganz einfach.
Du gibst den Link einer Internetseite (mit RSS), oder einen Text ein und das Programm kreiert Dir anhand der Häufigkeit der vorkommenen Wörtern ein Bild. Dieses lässt sich im Layout noch nach Geschmack umgestalten.

Das hier ist bei mir rausgekommen.
Ich find das Ergebnis einfach super!
Am größten sind die Wörter:

mehr, Leben, Gott, Jesus

Klick it!
Wordle: Wovon das Herz voll ist, davon geht der Mund über
Ja, wovon das Herz voll ist, davon geht der Mund über.

Mach auch mal..! :-)
(bin gespannt was noch so
Interessantes rauskommt)


PS. Danke Andy! :-)

Donnerstag, Januar 01, 2009

Von guten Mächten wunderbar geborgen






Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Text: Dietrich Bonhoeffer (1944)

Textfarbe

Mittwoch, Dezember 31, 2008

Neues Jahr




Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
-Lukas 18,27-

Mit dem neuen Jahr auch eine neue Jahreslosung.

So viele Dinge erscheinen uns unmöglich. In unserem Leben und in der Welt.
Aber Jesus gibt uns Sein Wort, dass Er alles möglich machen kann.

Er kehrt Böses in Gutes, Dunkles in Licht, Schmerz in jubelnde Freude, Armut in Reichtum um.
Aus einer Wüste, macht Er ein fruchtbares, blühendes Land.
Wo Er entlang geht, hinterlässt Er immer Seine Herrlichkeit.
Bei Jesus gibt es nichts Falsches, oder Dunkles.
Er ist Herrlichkeit!
Er ist Frieden!
Er ist gewaltig!
Er ist gütig!
Er ist unser größtes Wunder!

Herr, öffne uns die Augen für Deinen Glanz, für Deine Güte, für Deine Herrlichkeit und Schönheit.
Öffne unsere Augen für das Gute, was Du tun willst.
Hilf, dass wir das Leben mit unseren Herzensaugen betrachten und das Neue, Wunderbare entdecken.

Letztes Jahr, war ein Neubeginn für Viele.
Jesus sprach uns zu, dass wir leben sollen.
Leben - Chaim.
Und Er hat uns dem ein Stück näher gebracht, fähig zu sein, das Leben
durch und durch zu leben. So wie Er es tat, als Er Mensch war.

Jesus ist das leibhaftige Leben. In Ihm und durch Ihn, sprüht es mehr und mehr aus uns heraus.
Und so soll es sein, so will Er es sehen und haben.
Glückliche Kinder, die vor Lebendigkeit strotzen. Die Freude haben am Leben und am Kind Gottes sein.

Wir gehören Ihm; sind Sein Eigentum. Herausgerissen aus der Finsternis und hineinversetzt in Sein Himmlisches Königreich.
Es ist wie eine verborgene Evangelisationsmethode...
Wir sollen strahlen und unsere Freude und Lebendigkeit versprühen.
Untereinander und in dieser meist so finsteren Welt.

Bereitet euch vor, rechnet mit dem Wunderbaren, das König Jesus wirken wird!

Wir sind gemeinsam in einem herrlichen Prozess beteiligt, den Gott auf Erden tut.

Es braucht nicht viel, es braucht nur UNS!

Ich wünsche uns allen, dass wir mehr und mehr in die von Gott gewirkte Einheit hinein finden.
Dass wir unseren Ballast immer wieder neu vor Ihm ablegen und täglich Sein
Balsam empfangen, welches unsere Wunden heilt.
Das wir das leben, was Er für uns vorsieht.
Eine kraftvolle, von Liebe durchdrungene Braut, die Ihre Zuversicht auf den kommenden Bräutigam gesetzt hat.

So spreche ich für das kommende Jahr ein Shalom über Seine Braut aus.

SHALOM, VOLK GOTTES!

Gott liebt Dich unermesslich!
Schau mit Zuversicht auf das Jahr 2009 und erwarte Gutes... Wunderbares!


Stella wünscht allen ein frohes, neues Jahr!

Samstag, Dezember 27, 2008

Ich und eine Gemeinde?! Ich bin Gemeinde!



Auf Lithas Blog las ich eben ihre Gedanken zu Gemeinde und dem Gemeindeleben.

Vieles was sie schreibt kann ich unterschreiben. Darum lehne ich meinen Beitrag an ihren an.
Schon lange beschäftigt mich, was eigentlich los ist!?

Erlaube mir, etwas auszuholen.
Gläubig bin ich, seit ich ca. 18 J. alt war.
Anfangs hatte ich noch nicht viel Plan darüber, was die Bibel sagt.
Ich hörte was Jesus für mich getan hat, und glaubte es und liebte Jesus dafür. Das war's eigentlich schon, was zu meiner Bekehrung zu sagen wäre.
Mein Leben verlief weiterhin beinahe so, als wäre ich nicht bekehrt.
Kneipen und Discotheken waren meine zweite Heimat. Oder eigentlich war ich mehr Bestandteil des Inventars... :-)
Aber ich erzählte von Jesus - inmitten von Satanisten und was weiß ich nicht noch für Ausrichtungen. Manchmal stritt ich mich rum.. manchmal hatte ich ein prophetisches Wort für jemanden. Hihi.. trotz meiner geistigen Unreife, gebrauchte der Herr mich, um Menschen einen Kurs zu geben oder sie zu ermutigen.

Auch wenn ich noch ein Küken war, ich liebte Jesus.
Und Er war immer da und hat mich durch schlimme Situationen hindurch bewahrt.
Im Nachhinein kann ich das alles sehen.

Das ging viele Jahre so. Ein Überlebenskampf und eine Suche nach meinem Platz im Leben.
Als ich mit 27 meinen Sohn bekam, gab ER mir die Kraft, mein Leben von jetzt auf gleich komplett umzukrempeln.
Kein Alkohol und keine Eskapaden mehr. Und ich vermisste auch nichts.
Schon früh war ich alleinerziehend. Und dafür, dass ich eigentlich ein Wildfang war, ist mir das Ding mit der Erziehung richtig gut gelungen. Ihm sei LOB UND DANK!
Durch die neue (auch doppelte) Verantwortung, veränderte ich mich auch in meinem Wesen.
War ich früher auf der Suche, so kam jetzt eine Sicherheit in mich, dass ich auch beruflich Fuß fassen würde.
Als Sohnemann in einem guten Alter war, orientierte ich mich und wollte einen Beruf erlernen.
Es war nicht einfach.... wirklich nicht einfach.
Was mir mehr und mehr zu schaffen machte, waren die Anforderungen einer perfekten Mutter, die zum Teil massiv von außen auf mich einschlugen.
Wie ich zu sein hätte, und was ich zu tun hätte. Viele Schlaue gab es unter vielen Zuschauern.
Ich ballancierte jahrelang zwischen starksein-und perfektsein müssen.
Trotz vieler Bemühungen traf mein Traum nicht ein.
Einen guten Job zu haben!
Die Türen knallten von Mal zu Mal vor meiner Nase zu.
Es schien diesen Platz für mich nicht zu geben. Da wo ich reingepasst hätte, hatte ich keine Chance reinzukommen und da wo ich evtl. Chancen gehabt hätte, dafür war ich nicht geschaffen.
Aus großem Optimismus, wurde zunehmenst mehr Verzweiflung. Auch der Druck von außen ließ nicht nach, sondern verstärkte sich. Das wird aber zuviel, es zu erzählen.

An einem bestimmten Punkt, fragte ich plötzlich immer mehr nach Jesus.
Dank dem Internet bekam ich Kontakte und las viel in Foren.
Immer mehr begriff ich, dass ich Gott wohl offenbar nicht egal bin und ganz bald verstand ich, was Er von mir wollte... Er wollte MICH.
So gab es dann noch eine zweite Bekehrung in meinem Leben.

Seit ich 18 war, verspürte ich tief in mir die Sehnsucht nach Gemeinschaft mit anderen Christen.
Von Freien Gemeinden hatte ich nichts gehört, die ich zeitweilig als eine gute Möglichkeit angesehen hätte.
Vor einigen Jahren - so um das Jahr 2002, als sich in meinem Glaubensleben einiges veränderte, erfuhr ich dann auch von Freien Gemeinden.
Ich war begeistert und machte mich auf die Suche.
Was ich dann nach und nach erlebte, verunsicherte mich zutiefst.
Mir wurde nicht der Gott der mich liebt präsentiert.
Ja, ich hörte wohl viele gute Worte, aber erfahren habe ich Gott in den Gemeinden nicht!
Wie möchte ich das nun in Worte fassen?
Ich begegnete Oberflächlichkeit, Druck, besser zu werden, Druck, mitzumachen, Druck, mich gefälligst anzupassen.
Wieviel Fluten von Religiösität und Oberflächlichkeit mir seit dieser Zeit begegnet ist, kann ich nicht fassen.

Jemand sagte mal, dass sie in den Gemeinden versuchen, eckige Bauklötze durch runde Löcher zu kriegen. Das entspricht meinen Erfahrungen.

Ich möchte es auch so sagen:

Du musst in eine Gemeinde gehen, sonst reifst Du nicht geistig!
Du musst verbindlich sein!
Du musst treu sein!
Du musst dich einer Autorität unterstellen!
Du musst deinen Zehnten geben!
Du musst fleißig sein!
Du musst vergeben!
.....

Hey, ich bin nicht unverbindlich - ich bin anders!
Ich bin nicht mehr oder weniger untreu als du - und... ich bin anders!
Ich bin hier, weil ich deine Gemeinschaft suche... und warum bist DU hier?
Ich bin ein Rebell, aber nicht anders als Jesus es war.
Mein Geld gehört Gott.
Ich bin nicht faul, ich bin erledigt!
Ich darf an einem Prozess den Gott in mir begonnen hat, teilhaben, darum bin ich nicht perfekt und will es auch nicht sein.

Es ist nur ein kleiner Einblick. Über meine Erfahrungen könnte ich ein Buch schreiben.
Ich sehe mich mal für einen Moment aus Gottes Augen..

Da ist eines seiner Kinder in Bedrängnis und Nöten.
Es sucht Gemeinschaft - und findet - Ausbeutung!
Es sucht Annahme - und findet - Ablehnung!
Es sucht IHN - und findet - IHN nicht!
Es sucht Ruhe - und findet - Peitschen!
Es sucht Austausch - und findet - Religiösität!

Und für wieviele andere spreche ich hier noch?!

Sie sind nun Teil des Leibes Christi geworden. Herzlich Willkommen und Gratulation zu dieser guten Entscheidung- bitte unterschreiben Sie Ihre Mitgliedschaft -> HIER.

Da Sie Ihre Unterschrift nun abgegeben haben, verpflichten Sie sich für Folgendes:

1.) ....
2.) ....
3.) ....
4.) ....

Aber ich war noch nie Mitglied in einem Verein und habe auch nicht vor, es zu werden.
Ich lebe nicht für Satzungen ich lebe für Christus.
Ich bin keine Deutsche, ich bin Griechin.
Ich bin auch nicht normal, ich bin EBEN ANDERS!


WAS IST EIGENTLICH LOS?
Ist das normal???

Jetzt höre ich Verteidigungsrufe.
Es gibt keine perfekte Gemeinde.
Es sind ja nicht alle so.
Aber... dies und aber jenes...

Unter uns Bloggern gibt es viele Pastoren und solche, die es werden wollen.
Versteh mich nicht falsch, lieber Pastor.
Ich weiß nicht, wie es in deiner Gemeinde aussieht und wie sie geführt wird.
Es geht mir nicht darum dich anzuklagen - nicht zuletzt auch deswegen nicht, weil du die Verantwortung nicht alleine trägst und tragen kannst. Außerdem kennt Gott dein Herz und Er will mit dir und eurer Gemeinschaft zum Ziel kommen.
Worum es mir geht, ist, die Dinge mal anzusprechen.
Es gärt in mir seit vielen Jahren. Und langsam kommt es raus...

Und wenn ich den Ausdruck dafür finde, dann gibt es bald einen zweiten Teil.
Der soll sich primär mit den Vorstellungen Jesu beschäftigen.
Denn auch wenn ich anders bin, und auch wenn diese Zeiten sehr schwer waren, hat Gott mich einiges dadurch über Sein Wesen und Wollen und Vollbringenwollen gelehrt.

Gemeinde Gottes - Ich segne Dich in Jesu Namen!
Mögest Du Dich IHM mehr und mehr hingeben.
Werde zu Seinem Eigentum. Werde verbindlich, zu Seinem Wort!
Rede nicht von guten Zeiten, LEBE die guten Zeiten!
Rede nicht von der Liebe, LEBE sie!

Da ihr zu ihm gekommen seid, zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist, so lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus. 2.Petrus 1,4-5


So, und nun gehe ich erstmal in Deckung...

Mittwoch, Dezember 24, 2008